Osteoporose

Wir möchten Sie über die Osteoporose, die manchmal als die unbekannte Volkskrankheit bezeichnet wird, informieren.

  • Es Handelt sich um eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Knochensubstanz abgebaut und damit die Knochenbelastbarkeit vermindert wird. Bei Frauen kann der Knochenabbau in und nach den Wechseljahren deutlich zunehmen, weshalb in der Regel Frauen häufiger und früher als Männer von Osteoporose betroffen sind.
  • Jede 3. Frau und jeder 5. Mann über 50 ist davon betroffen, meist ohne es zu wissen.
  • Das Risiko, in diesem Alter an Osteoporose zu erkranken, ist für die Frau so groß wie das, an Brustkrebs, für den Mann so groß wie das, Prostatakrebs zu erkranken.
  • Frauen über 45 verbringen wegen Osteoporose mehr Tage im Krankenhaus als wegen Brustkrebs, Herzinfarkt und Brustkrebs zusammen.
  • Die ersten Zeichen sind oft nicht zu sehen.
  • Nach osteoporosebedingten Knochenbrüchen, vor allem Schenkelhalsfrakturen, ist trotz korrekter Behandlung z. B. Versorgung mit Kunstgelenk nur jeder 7. Patient nach 6 Monaten in der Lage, alleine zu gehen, jeder 5. muss trotz OP, Reha und so weiter in ein Pflegeheim.
  • Es gibt einige Tests, mit denen Vorstadien der Osteoporose erkannt, das Osteoporoserisiko und das Risiko, osteoporosebedingte Frakturen zu erleiden, abgeschätzt werden können.

Wir haben deshalb ein Basis-Osteoporose-Prophylaxeprogramm erarbeitet. Es besteht aus einer Befragung (mit dem Ziel Risikofaktoren herauszufinden), einem orientierenden Sturzrisikotest sowie einer DXA-Knochendichtemessung. Eine alleinige Knochendichtemessung erfasst nur einen Teilaspekt der Erkrankung und erscheint deshalb wenig sinnvoll.

Sinnvoll sind darüber hinaus eine eingehende osteoporosespezifische Anamneseerhebung sowie eine umfassenden Risikodiagnostik zusammen mit einer Einführung in ein eigens zur Osteoporoseprophylaxe entwickeltes Gymnastikprogramm.
Diese ausführliche Osteoporoseprophylaxe führen wir in eigens hierfür eingerichteten Sprechstunden durch.

Die Tests einschließlich der Beratung werden leider in den wenigsten Fällen von den Krankenkassen bezahlt.
Wir informieren sie gerne über die entstehenden Kosten.

 

Artikel: "Damit Osteoporose nicht zum Problem wird" (PDF)